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Informationen zur Schneelast

Schnee
Gefrorener Niederschlag, dessen Gewicht und Dichte von der Temperatur abhängen.


Schneelast
Klimatisch bedingte veränderliche Einwirkung auf Bauwerke. Die auf eine Fläche drückende Schneelast hängt nicht
allein von der Schneehöhe ab. Sie wird maßgeblich durch die Art des Schnees bzw. der einzelnen Schneeschichten beeinflusst. Je höher der Wasseranteil ist, desto schwerer ist der Schnee. Die Schneelast hängt ebenso von der geogra­fischen Lage sowie von der Form des Bauwerks ab und wirkt  im Allgemeinen als Flächenlast senkrecht zur Grundfläche.

Z. B. rutscht der Schnee bei einem steilen Dach schneller ab  als bei einem Dach mit flacher Neigung. Die Größe und Verteilung der Schneelast kann auch stark durch die Windverhältnisse beeinflusst werden.


Schneelastzonen
In Deutschland gibt es eine Unterteilung in 5 regionale Zonen (Schneelastzonen). Die Intensität der Schneelasten nimmt von Zone 1 nach Zone 3 zu.

Zone 1:   Rheintal und Rheinische Tiefebene, Teile Süddeutschlands
Zone 1a: Region um München, Augsburg und Regensburg
Zone 2:   Große Teile Nord- und Ostdeutschlands
Zone 2a: Hochschwarzwald, Röhn und Sauerland
Zone 3*: Alpen, Bayerischer Wald, Thüringer Wald, Erzgebirge, Harz und Vorpommern

 *In Zone 3 können für bestimmte Lagen (z. B. Oberharz, Hochlagen des Fichtelgebirges, Reit im Winkl, Obernach /Walchensee) höhere Werte als nach angegebener Berechnungsformel maßgebend sein. Angaben über die Schneelast in diesen Regionen sind bei den zuständigen Stellen einzuholen.


Norm EN 1991-1-3
Ermittlung der Schneelasten in Rechenwerte zur Ermittlung der Tragwerksicherheit. In der deutschen Neuregelung liegt die europäische Norm EN 1991-1-3 zugrunde. Sie ist gültig bis zu Geländehöhen von 1.500 m Seehöhe; darüber hinausgehende Höhenlagen werden durch spezielle nationale Anhänge geregelt.


Berechnung der Schneelast
Zur Berechnung der Schneelast werden folgende Parameter mit einbezogen: Schneelastzone, Höhe des Geländes, Dachneigung, Länge vom First bis zur Schneefangkonstruktion sowie die Unterscheidung der Anwendungen „Verkehrssicherung“ und „Schutz tieferliegender Gebäudeteile“ (Statik).

Berechnungsformel: sk · kS,α · lS = Fd,s

Sk = Schneelast gemäß DIN EN 1991-1-3 je m2
(abhängig von Schneelastzone und Geländehöhe)

kS,α = Faktor Abrutschen des Schnees auf der Dachfläche
(abhängig von Dachneigung und Anwendungsfall)

lS =  Länge vom First bis zur Schneefangkonstruktion
(meist Sparrenlänge, beim Einsatz mehrerer Reihen die maßgebende Länge bis zum Schneefangsystem)

Fd,s =  Schneelast für das Schneefangsystem je m


Verkehrssicherung
Die grundlegende Regelung erfolgt über die Landesbauordnungen. §32 der Musterbauordnung fordert, dass Dächer an Verkehrsflächen und über Eingängen mit Vorrichtungen zum Schutz gegen das Herabfallen von Schnee und Eis ausgestattet werden müssen, wenn dies die Verkehrssicherheit erfordert. Hinzu kommen regionale Anforderungen wie technische Bestimmungen, Ortssatzungen etc


DIN EN 516
Vorgefertigte Zubehörteile für Dacheindeckungen – Einrichtungen zum Betreten des Daches – Laufstege, Trittflächen und Einzeltritte. Diese Norm bezieht sich auf festinstallierte Produkte, die Lasten auf die Konstruktion des geneigten Daches ableiten und die zur Inspektion, Wartung und Reparatur von Einrichtungen auf dem Dach betreten werden können. Sie legt die wichtigsten Abmessungen, Materialien, den Korrosionsschutz, Anforderungen an die Tragfähigkeit und Prüfverfahren fest. Sie gilt nicht für festinstallierte Dachleitern und Fluchtleitern.